Aug 4
Gepostet in Kaufrausch.

Aufdringlich

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Werbemails kriegt jeder. Ob man jetzt bei Web.de oder GMX ein Konto hat, oder bei irgendeinem online Laden was gekauft hat… regelmäßig lösche ich diese Mails oder habe bereits Filter erstellt.

Aber diese Penetranz, wenn sie die Betreffszeilen mit dem eigenen Namen beginnen:

paypal!
Wenn die einen so mit Name anschreien, das macht mich ganz aggressiv. Aber manchmal erwische ich mich dann doch dabei, dass ich die Angebote des Tages auf Ebay anschaue, auch wenn ich nie auf die Idee käme, mir mal eben so einen brandneuen Flachbildfernseher zuzulegen. Scheint also zu funktionieren – bis wieder alle desensibilisiert sind und ein neuer, noch aufdringlicherer Kick her muss. Und dann auch noch bei Empfänger, wenn dann da der Name so in Anführungsstrichen da steht, als wär man keine richtige Person…!

Das mit dem Anreden ist ein bisschen wie in Minority Report, und wird wohl auch immer mehr Realität. Furchtbare Vorstellung. Ich finde ja Verkäufer in Kleiderläden so schon nervig genug, wenn sie einen nicht in Ruhe gucken lassen. Imagine that as a frickin’ over-friendly computer screen.

minority-report

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Aug 1
Gepostet in Frust.

Die Aasgeier

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Liebe Studenten,

wir haben hier ein super Angebot für euch! Eine tolle 1-Zimmer-Wohnung, mit sage und schreibe 10m², in exklusiver Lage! Dafür, dass ihr zwischen den ganzen anderen reichen Leuten in Neuenheim wohnen dürft, ist eine Kaltmiete von 500€ sicherlich nicht zu viel verlangt. Ihr seid ja zukünftige Akademiker, also quasi schon fast reich; und wenn ihr schon einen Kredit für euer Studium aufnehmen müsst, dann aber gleich richtig! Dann könnt ihr auch unsere Provision von 1190€ zahlen – und die haben wir uns, angesichts der umständlichen Aufgabe, eine Anzeige im Internet zu schalten, und euch die Wohnung auch noch zu zeigen, doch wohl redlich verdient.

Eine Sache noch: Leider sind in der Abstellkammer im Zimmer weder Wasch- noch Kochgelegenheit, aber das kriegt ihr schon irgendwie hin.

Euer Freund, der Makler.

Jetzt aber ohne Witz: (Zitat Wohnungsanzeige)

“es handelt sich um eine schöne, sehr günstige 2 Zimmer Wohnung in Toplage. Leider ist weder Waschen noch ausgiebiges Kochen möglich, da es weder Küche noch Waschmaschinenanschluß gibt. Lediglich eine Mikrowelle steht zur Verfügung.”

und außerdem:

“gesucht wird eine ruhiger männlicher Student, der den Kehrwochenplan einhält und das Waschen und Kochen ausserhalb dieser Wohnung regeln kann.”

Okay, du kannst dir zwar nix zum Essen machen, aber wehe die Kehrwoche wird nicht eingehalten!!

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Jul 18
Gepostet in Ungesagt.

Die Post ganz modern

2

Kürzlich flatterte ein interessanter Werbezettel in unser Haus, von der Deutschen Post. Ich schmeiße Werbung normalerweise schnell weg – habe es jetzt seit zwei Jahren versäumt ein “Keine Werbung” Schild an den Briefkasten zu kleben – aber dieser Zettel klang irgendwie anders. Let’s have a look:

“Die Post im Internet! Der E*PostBrief kommt!” Das Sternchen ist eigentlich das Posthorn, nur dass wir uns verstehen. Daneben ein freundlicher Postbote, der mir einen hübsch verpixelten Brief entgegenhält. Notice anything? Post übers Internet? Gibt es das nicht schon? Wie C. beim Frühstück bemerkte: “Man schickt ne Mail und zahlt dafür an die Post! Klingt nach ner prima Geschäftsidee!” Das kann doch nicht deren Ernst sein, denkt man, und liest weiter.

“Verschicken und empfangen Sie in Zukunft Briefe auch bequem online.” Und die Schritte, die dahin führen, sind auch ganz leicht: einfach auf die Webseite gehen, und eine eigene Email-Adresse persönliche E-POSTBRIEF-Adresse sichern. Deren Vorteile gegenüber stinknormalen Emails finden sich auf der Rückseite:

  1. “Verbindlich! Dank persönlicher Identifizierung wissen Sie beim E-POSTBRIEF immer, mit wem Sie kommunizieren.”
    Komisch, ich dachte immer, das steht im Absenderfeld. But what do I know.
  2. “Vertraulich!” Kurz: Der BRIEF wird verschlüsselt. Wooooh.
  3. “Verlässlich! Die Qualität und Erfahrung der Deutschen Post stehen für eine verlässliche Zustellung – elektronisch und im Briefkasten.”
    Mein Vertrauen in die Qualität der DP lassen wir mal außen vor, aber hier kommen wir der Sache schon näher:

Der einzige Nutzen dieses E-POSTBRIEFes scheint der zu sein: wenn der Empfänger keinen “elektronischen Briefkasten” hat, druckt die Post den Brief aus und stellt ihn ganz normal zu. Ja, dann macht das natürlich Sinn! Für Leute, die keinen Drucker haben. Und keinen Copyshop in der Nähe. Und keine Freunde mit Druckern.

Die Post hat offenbar eine Marktlücke entdeckt: “Erledigen Sie vieles, was Sie bisher schriftlich besorgt haben, einfach im Netz. Z.B. Abschluss einer Versicherung oder eines Kaufvertrags, Korrespondenz mit Ämtern und vieles andere mehr.*” Sternchen? Achja, “Sofern keine besonderen Formerfordernisse bestehen.” Aber bestehen die nicht immer? Unterschriften und so? Und wozu gibt es eigentlich FAXEN? Ich bin eindeutig noch nicht auf der Höhe der Zeit angelangt, sonst würde ich dieses brilliante Konzept bestimmt durchschauen.

Der E-POSTBRIEF a.k.a. Email

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Jul 16
Gepostet in Musik.

Freitagnachtmusik

2

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