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	<description>Leben mit viel Gekritzel</description>
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		<title>Die Post ganz modern</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 08:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ungesagt]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/ungesagt.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Ungesagt" /><br/>Kürzlich flatterte ein interessanter Werbezettel in unser Haus, von der Deutschen Post. Ich schmeiße Werbung normalerweise schnell weg &#8211; habe es jetzt seit zwei Jahren versäumt ein &#8220;Keine Werbung&#8221; Schild an den Briefkasten zu kleben &#8211; aber dieser Zettel klang irgendwie anders. Let&#8217;s have a look:
&#8220;Die Post im Internet! Der E*PostBrief kommt!&#8221; Das Sternchen ist eigentlich das Posthorn, nur dass wir uns verstehen. Daneben ein freundlicher Postbote, der mir einen hübsch verpixelten Brief entgegenhält. Notice anything? Post übers Internet? Gibt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/ungesagt.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Ungesagt" /><br/><p>Kürzlich flatterte ein interessanter Werbezettel in unser Haus, von der Deutschen Post. Ich schmeiße Werbung normalerweise schnell weg &#8211; habe es jetzt seit zwei Jahren versäumt ein &#8220;Keine Werbung&#8221; Schild an den Briefkasten zu kleben &#8211; aber dieser Zettel klang irgendwie <em>anders</em>. Let&#8217;s have a look:</p>
<p>&#8220;Die Post im Internet! <strong>Der E*Post<span style="color: #ff0000;">Brief</span></strong> kommt!&#8221; Das Sternchen ist eigentlich das Posthorn, nur dass wir uns verstehen. Daneben ein freundlicher Postbote, der mir einen hübsch verpixelten Brief entgegenhält. Notice anything? Post übers Internet? Gibt es das nicht schon? Wie C. beim Frühstück bemerkte: &#8220;Man schickt ne Mail und zahlt dafür an die Post! Klingt nach ner prima Geschäftsidee!&#8221; Das kann doch nicht deren Ernst sein, denkt man, und liest weiter.</p>
<p>&#8220;Verschicken und empfangen Sie in Zukunft Briefe auch bequem online.&#8221; Und die Schritte, die dahin führen, sind auch ganz leicht: einfach auf die Webseite gehen, und eine <span style="text-decoration: line-through;">eigene Email-Adresse</span> <em>persönliche E-POSTBRIEF-Adresse</em> sichern. Deren Vorteile gegenüber stinknormalen Emails finden sich auf der Rückseite:</p>
<ol>
<li>&#8220;Verbindlich! Dank persönlicher Identifizierung wissen Sie beim E-POSTBRIEF immer, mit wem Sie kommunizieren.&#8221;<br />
Komisch, ich dachte immer, das steht im Absenderfeld. But what do I know.</li>
<li>&#8220;Vertraulich!&#8221; Kurz: Der BRIEF wird verschlüsselt. Wooooh.</li>
<li>&#8220;Verlässlich! Die Qualität und Erfahrung der Deutschen Post stehen für eine verlässliche Zustellung &#8211; elektronisch und im Briefkasten.&#8221;<br />
Mein Vertrauen in die Qualität der DP lassen wir mal außen vor, aber hier kommen wir der Sache schon näher:</li>
</ol>
<p>Der einzige Nutzen dieses E-POSTBRIEFes scheint der zu sein: wenn der Empfänger keinen &#8220;elektronischen Briefkasten&#8221; hat, druckt die Post den Brief aus und stellt ihn ganz normal zu. Ja, dann macht das natürlich Sinn! Für Leute, die keinen Drucker haben. Und keinen Copyshop in der Nähe. Und keine Freunde mit Druckern.</p>
<p>Die Post hat offenbar eine Marktlücke entdeckt: &#8220;Erledigen Sie vieles, was Sie bisher schriftlich besorgt haben, einfach im Netz. Z.B. Abschluss einer Versicherung oder eines Kaufvertrags, Korrespondenz mit Ämtern und vieles andere mehr.*&#8221; Sternchen? Achja, &#8220;Sofern keine besonderen Formerfordernisse bestehen.&#8221; Aber bestehen die nicht immer? Unterschriften und so? Und wozu gibt es eigentlich FAXEN? Ich bin eindeutig noch nicht auf der Höhe der Zeit angelangt, sonst würde ich dieses brilliante Konzept bestimmt durchschauen.</p>
<p><a href="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/post1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-493" title="Der E-POSTBRIEF a.k.a. Email" src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/post1.jpg" alt="Der E-POSTBRIEF a.k.a. Email" width="395" height="426" /></a></p>
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		<title>Freitagnachtmusik</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 20:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/musik.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Musik" /><br/>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/musik.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Musik" /><br/><p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KehwyWmXr3U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/KehwyWmXr3U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Pessimismus</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 20:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/philosophie.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Philosophie" /><br/>Es gibt viele tolle Geschichten von Helden, über Gut und Böse. Und dann gibt es wiederum die Gechichten, in denen es nur Grauzonen gibt. Aber eines haben sie alle gemeinsam &#8211; es geht um etwas großes. Um Sieg oder Niederlage, um einen inneren oder äußeren Kampf. Jeder mit einem Drang, einer Philosophie und einem Ziel.
Und dann geht es einem schlecht, und dann bekommt man schöne Bücher geschenkt, voll mit Menschen, die den Sinn des Lebens finden, die Liebe oder das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/philosophie.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Philosophie" /><br/><p>Es gibt viele tolle Geschichten von Helden, über Gut und Böse. Und dann gibt es wiederum die Gechichten, in denen es nur Grauzonen gibt. Aber eines haben sie alle gemeinsam &#8211; es geht um etwas großes. Um Sieg oder Niederlage, um einen inneren oder äußeren Kampf. Jeder mit einem Drang, einer Philosophie und einem Ziel.</p>
<p>Und dann geht es einem schlecht, und dann bekommt man schöne Bücher geschenkt, voll mit Menschen, die den Sinn des Lebens finden, die Liebe oder das Glück, auch wenn es unwahrscheinlich war; Oder Sammlungen von Aphorismen und &#8220;Weisheiten&#8221; die irgendwelchen bekannten Menschen in den Mund gelegt wurden.</p>
<p>Und so verfolgen diese Geschichten das gleiche Ziel, und machen Leser und Hörer froh.</p>
<p>Aber dann legt das Buch weg, und fragt euch: Was ist jetzt noch übrig. Wie kann ich &#8220;den Morgen, als wenn alle Dinge mit ihm zum Leben erwachten&#8221; (- André Gide) betrachten, wenn ich unter dem Dröhnen von Straßenbahnen und Presslufthammern aufwache? Und, schon klar, das Leben ist &#8220;keine Generalprobe&#8221; (- Udo Walz), sondern &#8220;ein Violinkonzert,&#8221; das man spielt &#8220;während man Geige spielen lernt&#8221; (- Samuel Butler); oder auch eine &#8220;Perlenkette von glücklichen Momenten&#8221; (- Elke Heidenreich).</p>
<p>Ich finde, es ist eher ein &#8220;See aus Teer&#8221;, in dem man &#8220;schön langsam seinen Körper vorwärts zieht&#8221; (- Ich). Oder wie wäre es mit einer &#8220;Fahrradtour, bei der das Rad dauernd kaputt ist, und sowieso nur der erste Gang geht&#8221; (- Ich). Klar ist das Leben zum Leben da. Aber warum machen dann ständig alle Dinge, die sie unglücklich machen? Auch wenn sie es besser wissen? Und warum gaukeln uns alle vor, dass man es so viel besser haben könnte, wenn man nur &#8220;zufrieden&#8221; wäre (- Kylie Minogue)? Im Moment möchte ich überhaupt nicht zufrieden sein. Ich möchte mich über Presslufthammer und Faulheit, über das Wetter, die Betrunkenen und die Bahnen aufregen. Und dann dem ganzen noch eine Meta-Ebene geben, und mich dann über unsere Beschwer-Kultur beschweren.</p>
<p>Schaut mich an: ich bin doch immer die optimistischste Person gewesen, die ich kannte. Die Idealistin. Naiv, sogar. Man, war das schön.</p>
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		<title>Abkühlung gefällig?</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 00:22:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einfach gut]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/einfachgut.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Einfach gut" /><br/>Leider kann ich jetzt auf die Schnelle keine gute Quelle finden, außer meinen Kulturwissenschafts-Text von letztem Semester&#8230; aber das müsst ihr mir jetzt so glauben. Angesichts der Hitze musste ich an einen wunderbaren Ausschnitt aus dem antiken Alexanderroman denken, die so super ist, dass ich sie mal paraphrasieren möchte.
Alexander der Große, nie zufrieden mit dem Erreichten, wollte nicht nur den bekannten Erdkreis beherrschen, sondern auch das Meer und die Lüfte. Um letzteres zu erreichen, folgte er einem schlichten Plan: Er ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/einfachgut.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Einfach gut" /><br/><p><em>Leider kann ich jetzt auf die Schnelle keine gute Quelle finden, außer meinen Kulturwissenschafts-Text von letztem Semester&#8230; aber das müsst ihr mir jetzt so glauben.</em> Angesichts der Hitze musste ich an einen wunderbaren Ausschnitt aus dem antiken Alexanderroman denken, die so super ist, dass ich sie mal paraphrasieren möchte.</p>
<p>Alexander der Große, nie zufrieden mit dem Erreichten, wollte nicht nur den bekannten Erdkreis beherrschen, sondern auch das Meer und die Lüfte. Um letzteres zu erreichen, folgte er einem schlichten Plan: Er ließ sich einen hölzernen Käfig bauen, in den er sich setzte. Daran wurden vier Greifen festgebunden, und um diese dazu zu bringen, den Käfig in die Lüfte zu erheben, tat Alexander das einzig logische: Er schnappte sich eine Bardike, und befestigte vorne ein saftiges Stück Fleisch. Und siehe da, als er das den Greifen hinhielt, folgten die brav, wie ein Esel der Karotte, und zogen Alexander bis hinauf in den Aether. Dort, wie wir ja wissen, ist es ziemlich heiß &#8211; Domäne des Feuers und so &#8211; was ja den Greifen zu schaffen machen könnte. Doch darauf war Alexander vorbereitet. Er hatte nämlich nasse Schwämme dabei, um seinen Tierchen die Füße (ja, die Füße!) zu kühlen. Leider geht der Text nicht weiter auf das &#8220;wie&#8221; ein, und berichtet nur, dass die Götter den guten König abstraften, und er sicher zurück zur Erde getragen wurde.</p>
<p>Ist das nicht wunderbar? Also sehen wir, auch in der Antike mussten sie mit Hitze klarkommen, und die Methoden haben sich kaum geändert! n_n</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sinnliche Sensation</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 22:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Ungesagt]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/notes.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Randnotizen" /><br/>(Es geht um Blüten-/Elfen-/Weinblattapplikationen (lies: Aufkleber) für allerlei Glasgeschirr, das aussehen soll, als wäre es ins Glas gesandtrahlert&#8230;)
HSE24 Verkäuferin (betatscht das Glas): &#8220;Und hier, tatsächlich, fühlt man ganz deutlich die Optik und Haptik der Sandstrahloptik&#8230;&#8221;
Wenn man übrigens jetzt bestellt, bekommt man gratiies zwei Bögen mit Buchstaben dazu &#8211; da würde ich ja sofort auf unseren Dekanter schön groß &#8220;DEKANTER&#8221; draufpasten, und nebendran ein paar Weinblätter. Mwahahaha.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/notes.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Randnotizen" /><br/><p>(Es geht um Blüten-/Elfen-/Weinblattapplikationen (lies: Aufkleber) für allerlei Glasgeschirr, das aussehen soll, als wäre es ins Glas gesandtrahlert&#8230;)</p>
<p>HSE24 Verkäuferin (<em>betatscht das Glas):</em> <span style="color: #993366;">&#8220;Und hier, tatsächlich, fühlt man ganz deutlich die Optik und Haptik der Sandstrahloptik&#8230;&#8221;</span></p>
<p>Wenn man übrigens <span style="text-decoration: underline;"><em><strong>jetzt</strong></em></span> bestellt, bekommt man <em>gratiies </em>zwei Bögen mit Buchstaben dazu &#8211; da würde ich ja sofort auf unseren Dekanter schön groß &#8220;DEKANTER&#8221; draufpasten, und nebendran ein paar Weinblätter. Mwahahaha.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gedichtversteher</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 14:58:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/philosophie.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Philosophie" /><br/>Ich habe mal wieder eine seltsame Diskrepanz entdeckt, die mir nicht ganz klar werden will: Wenn wir früher in der Schule mal ein Gedicht gelesen haben, meistens in Deutsch, dann ging es irgendwie immer darum, das Ding zu &#8220;entschlüsseln&#8221;, also eine Bedeutung, die der trickreiche Poet darin versteckt habe, aufzudecken. Dann kommt man an die Uni, und was hört man? Alles unnötig! In jedem Buch zu Poetik, dass ich mir bisher angeschaut habe, wird empfohlen, dass man sich über die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/philosophie.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Philosophie" /><br/><p>Ich habe mal wieder eine seltsame Diskrepanz entdeckt, die mir nicht ganz klar werden will: Wenn wir früher in der Schule mal ein Gedicht gelesen haben, meistens in Deutsch, dann ging es irgendwie immer darum, das Ding zu &#8220;entschlüsseln&#8221;, also eine Bedeutung, die der trickreiche Poet darin versteckt habe, aufzudecken. Dann kommt man an die Uni, und was hört man? Alles unnötig! In jedem Buch zu Poetik, dass ich mir bisher angeschaut habe, wird empfohlen, dass man sich über die Bedeutung eines Gedichts jahrelang Gedanken machen kann, und es deshalb erstmal nur wirken lassen soll. Die Sprache <em>aufsaugen</em>, das Gedicht mit der <em>Seele </em>ergreifen, und so. <em>(Genauso wie alle Schüler denken, man muss immer nach der Intention des Autors fragen &#8211; geradezu ein Schimpfword an der Uni. Wie kommt das?! Waren die Lehrer nie Studenten?)</em></p>
<p>Und gibt es überhaupt eine Bedeutung? Und sind manche Gedichte nicht einfach so unverblümt, dass es gar nichts zu entschlüsseln gibt? Also wenn jemand ein Gedicht, sagen wir mal, &#8220;Krieg ist geil&#8221; nennt, und danach 20 Zeilen lang von den Ehren des Schlachtfeldes spricht, dann braucht es schon einen hardcore Dekonstruktivisten, um das Gedicht umzudeuten.</p>
<p>Ich glaube das Problem in der Schule ist vor allem, dass die Lehrer selbst etwas Essentielles nicht begriffen haben: Es gibt einen Unterschied zwischen &#8220;verstehen, was da steht&#8221; und &#8220;verstehen, was es bedeutet.&#8221; Also wenn man in Deutsch oder Englisch Gedichte von vor 100 Jahren liest, deren Sprache für uns schwieriger zu verstehen ist, dann muss man doch erstmal wissen, was der Dichter vor 100 Jahren mit einem bestimmten Wort verbunden hat. Also erstmal bitte einen schönen hermeneutischen Zirkel drehen, ein bisschen Geschichte, ein bisschen Biographie, und schon kommen wir dem ganzen näher. Das Ziel wäre dann, das zu sehen, was der Dichter sah als er das Ding schrieb &#8211; und das ist ja schon schwer genug.</p>
<p>Und das ist quasi nur die Vorarbeit. Leider wird von vielen genau dieses &#8220;Verstehen&#8221; schon als ausreichende Gedichtinterpretation betrachtet. Aber dann kommt ja eigentlich das, was ohne Vorarbeit existieren sollte. Also das, was ich beim Lesen eines Gedichts aus meiner eigenen Zeit, in meiner Muttersprache, &#8220;ohne Hindernisse&#8221; empfinde. Eine Kommilitonin hat einmal gesagt, da ging es um Strukturalismus, dass dieses ganze Zerlegen und Erklären im Vorfeld ihr im Nachhinein das Lesen des Gedichts vermiese. Eine verbreitete Einstellung &#8211; all das Interpretieren macht doch alles kaputt! Das hat sich der Autor nie alles beim Schreiben gedacht!</p>
<p>So wie ich das sehe, ist das auch gar nicht der Punkt. Es ist gut, wenn man grundlegend versteht, wroum es geht, sprachlich und inhaltlich klar kommt; Aber das Wesentliche ist doch, dass ich in irgendeiner Weise berührt werde. Dass ich das Menschliche in einem Text sehe und mich ihm annähern kann, auch über Jahrhunderte hinweg. Und wenn man in ein Gedicht Dinge hineininterpretiert, die der Autor sich vielleicht nicht gedacht hat, sieht man, was eigentlich bei einer Interpretation heraus kommt: nämlich nicht ein Verständnis des Textes, sondern eher ein Verständnis von sich selbst. Ein Dichter hat es dann nämlich geschafft, einem Menschen, dem er in keinster Weise verbunden ist, ein Stück Bedeutung mitzugeben, dass er mit sich herum tragen kann, was ihn irgendwie formt.</p>
<p>Zum Abschluss meiner komischen Rumüberlegungen, ein Auschnitt aus<a href="http://www.poemhunter.com/poem/the-blue-swallows/" target="_blank"> &#8220;The Blue Swallows&#8221;</a> von Howard Nemerov:</p>
<blockquote><p>O swallows, swallows, poems are not<br />
The  point. Finding again the world,<br />
That is the point.</p></blockquote>
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		<title>Freitagsfrage</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 17:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/notes.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Randnotizen" /><br/>Warum liegen im CommonRoom (Anm: das ist unser Aufenthaltsraum in der Anglistik) neben den normalen Zeitschriften eine zu Natur &#38; Biozeug direkt neben einer SM-Zeitschrift voller Artikel über Sextoys?
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/notes.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Randnotizen" /><br/><p>Warum liegen im CommonRoom (Anm: das ist unser Aufenthaltsraum in der Anglistik) neben den normalen Zeitschriften eine zu Natur &amp; Biozeug direkt neben einer SM-Zeitschrift voller Artikel über Sextoys?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Morgendliche Abenteuer</title>
		<link>http://www.doodlebox.de/blog/2010/06/morgendliche-abenteuer/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 07:53:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Ungesagt]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/erlebt.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Erlebt" /><br/>Guten Morgen! Es ist irgendwas vor 10 Uhr, und ich sitze am Frühstückstisch. Einer meiner wenigen Tage, wo ich mal ein wenig länger schlafen darf. Doch das Ausschlafen ist nicht das einzige, was diesen Tag besonders macht. Ich habe heute schon so viel erlebt &#8211; und ich musste nichtmal das Haus verlassen!
Da wäre erstmal das Duschen &#8211; das war das totale Dufterlebnis. Dazu kam dann noch ein unglaubliches Wellness-Erlebnis, und obendrauf ein Frische-Kick! Völlig überstimuliert taumelte ich zum Wäscheständer und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/erlebt.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Erlebt" /><br/><p>Guten Morgen! Es ist irgendwas vor 10 Uhr, und ich sitze am Frühstückstisch. Einer meiner wenigen Tage, wo ich mal ein wenig länger schlafen darf. Doch das Ausschlafen ist nicht das einzige, was diesen Tag besonders macht. Ich habe heute schon so viel erlebt &#8211; und ich musste nichtmal das Haus verlassen!</p>
<p>Da wäre erstmal das Duschen &#8211; das war das totale Dufterlebnis. Dazu kam dann noch ein unglaubliches Wellness-Erlebnis, und obendrauf ein Frische-Kick! Völlig überstimuliert taumelte ich zum Wäscheständer und schnappte mir ein paar frisch gewaschene Klamotten. Sobald meine Haut mit dem samtweichen Stoff zusammentraf, fühlte ich mich so wohlig, so weich, so geborgen, als läge ich wieder im Bett. Die Wonne! So umschmeichelt holte ich mir dann gleich mit meinem Deo den nächsten Frische-Kick, und schwebte in die Küche. Hier erwartete mich dann ein weiteres Wellness-Feeling als ich genüsslich meinen Brotaufstrich vom Toast leckte. Mein Müsli versorgte mich dann mit allen (!) Vitaminen, Nährstoffen und sonstigen Schnickschnack, den ich über den Tag brauchen könnte, und obendrauf macht es auch noch schlank! Der Kaffee gab dem ganzen dann mit seinem Verwöhn-Aroma den letzten Schliff.</p>
<p>Was kann heute eigentlich noch schief gehen? Höchstens dass ich es vor lauter Genuss nicht aus der Haustür schaffe.</p>
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		<title>Randomness</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 22:38:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/philosophie.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Philosophie" /><br/>Vielleicht kommt es davon, dass ich weitere 6 Stunden Airbrushen hinter mir habe, oder einfach nur von der Uhrzeit &#8211; jedenfalls habe ich mir gerade Gedanken über Zufallsauswahl gemacht. ZA benutzt man, neben dem Einsatz beim Lotto spielen, ziemlich oft im täglichen Leben:Man denke an die Kassen im Supermarkt und manche Produkte die man dort kauft, oder die Frage, welchen Weg man bei ähnlicher Länge wählt, wo man sich im Bus hinsetzt. Und dennoch, obwohl die Fähigkeit, zügig zufällige Entscheidungen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/philosophie.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Philosophie" /><br/><p>Vielleicht kommt es davon, dass ich weitere 6 Stunden Airbrushen hinter mir habe, oder einfach nur von der Uhrzeit &#8211; jedenfalls habe ich mir gerade Gedanken über Zufallsauswahl gemacht. ZA benutzt man, neben dem Einsatz beim Lotto spielen, ziemlich oft im täglichen Leben:<span id="more-451"></span>Man denke an die Kassen im Supermarkt und manche Produkte die man dort kauft, oder die Frage, welchen Weg man bei ähnlicher Länge wählt, wo man sich im Bus hinsetzt. Und dennoch, obwohl die Fähigkeit, zügig zufällige Entscheidungen zu treffen so wichtig und alltäglich ist, fällt sie uns schwer. Ich selbst berichte aus Erfahrung, als nototisch Unentschlossene.</p>
<p>Was mich nun aber wirklich immer wieder stutzig macht, ist, dass so viele Menschen nunmal grundsätzlich abergläubisch sind, selbst bei den bescheuertsten Dingen. Nehmen wir Lotto: selbstverständlich hat schonmal jemand mit den Geburtsdaten seiner Kinder gewonnen, aber das war genauso Zufall wie bei jedem anderen 6er. Und obwohl die meisten Menschen meiner Erfahrung nach das sogar zugeben würden, wählen sie trotzdem Zahlen, die ihnen persönlich etwas bedeuten. Genau das gleiche gilt natürlich für alle anderen Schrullen: wir sehnen uns nach Dingen, die eben <em>nicht</em> zufällig sind, zu denen wir irgendeine connection haben.</p>
<p>Ist das jetzt immer Aberglaube? Ich finde nicht, denn man kann auch als rationaler Mensch dieses Bedürfnis nach Zusammenhang durchaus nachvollziehen. Wenn man z.B. kein Weinkenner ist, wählt man im Restaurant wohl eher einen Wein aus einer Region, in der man selbst (oder ein Freund) vielleicht mal im Urlaub war, auch wenn das zufälligerweise der schlechteste Wein auf der Liste wäre. (Preis mal außen vor.) Obwohl diese Auswahl komplett zufällig wäre, würden wir es weniger belächeln, als wenn jemand einfach blind auf die Karte tippt!</p>
<p>Allerdings etwas blöd ist es, dass meistens die Assoziation in beide Richtungen geht. Wenn jemand mit dem Geburtstag des besten Freundes oder Kindes im Lotto gewinnt, wird die betreffende Person das sicher ihr ganzes Leben lang wohlwollend anekdotisch hören. Hat man allerdings mit einer Zufallsauswahl Pech, so schlägt das bestimmt auch mal ins Gegenteil. Also wenn A keine Ahnung von Fußball hat, und B auch nicht, und A, aus Unfähigkeit selbst nachzudenken, B um einen Tipp für eine Wette fragt, und B, da ja ahnungslos, leider total daneben liegt, aber aus Nettigkeit eben irgendetwas vorschlägt, dann wird A ihm das erstmal vorwerfen. Wie gut für A, er muss jetzt nicht selbst verantwortlich sein &#8211; wäre er ja nicht mal, es wäre ja alles Zufall.</p>
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		<title>Airbrush Kurs Tag 1</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 16:55:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausprobiert]]></category>
		<category><![CDATA[Gekritzel]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/ausprobiert.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Ausprobiert" /><br/>Erster Versuch &#8211; noch ziemlich wackelig&#8230;

Zweite Galaxie, schon etwas cooler:

Etwas ausgefallener ^^

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			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/icons/ausprobiert.jpg" width="95" height="95" alt="" title="Ausprobiert" /><br/><p>Erster Versuch &#8211; noch ziemlich wackelig&#8230;</p>
<p><a href="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0001.jpg"><img class="size-full wp-image-446 alignnone" title="airbrush1" src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0001.jpg" alt="Erster Versuch..." width="1742" height="1096" /></a></p>
<p>Zweite Galaxie, schon etwas cooler:</p>
<p><a href="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0002.jpg"><img class="size-full wp-image-447 alignnone" title="airbrush2" src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0002.jpg" alt="Zweiter Versuch" width="1742" height="1230" /></a></p>
<p>Etwas ausgefallener ^^</p>
<p><a href="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0003.jpg"><img class="size-full wp-image-448 alignnone" title="airbrush3" src="http://www.doodlebox.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/IMG_0003.jpg" alt="Etwas ausgefallener ^^" width="1742" height="1230" /></a></p>
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