Genauigkeit
Wir machen gerade mal wieder schönes Wok-Essen, lecker, alles prima. Fehlen nur noch die tollen Asia-Nudeln. Mie Nudeln aus dem Penny, die sind sehr einfach zuzubereiten. Einfach reichlich Wasser in einen Topf…. moment. Reichlich? Was soll das denn heißen? Sind wir nicht sonst immer so exakt?
Ich wundere mich, und denke mir, okay, das soll vielleicht den mystischen Asia-Effekt verstärken. Die wissen schon von Geburt an, wie viel Wasser da zu den Mie Nudeln gehören – ist doch klar! Wir Deutschen wissen ja scheinbar auch von Geburt an, wie man Salzkartoffeln zuzubereiten hat. (Obwohl bei mir da glaube ich das entsprechende Gen eindeutig fehlt.)
Zur Sicherheit durchsuche ich meine Küche nach weiteren Mengenangaben. An Reis denke ich natürlich als nächstes, und prüfe unseren Uncle Ben’s Vorrat. Doch, man glaubt es kaum: “Ausreichend Wasser zum Kochen bringen,” heißt es da. Na toll, und woher soll ich das wissen? Sonst heißt es doch immer: eine halbe Tasse Reis + eine Tasse Wasser = eine Person. Das ist immer noch genauer als Onkel Ben.
Doch da finde ich plötzlich die Reste unserer Packung Wok Nudeln. Gott sei Dank! Hier steht: “275 ml Wasser hinzugeben.” Ist mein Glaube in die Genauigkeit gerettet? Leider doch nicht, denn auf den zweiten Blick merke ich, dass über die entsprechende Menge Nudeln kein Wort verloren wird.
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