Urlaub! Schweden! Nun, ich bin also wieder im Garten Eden Mama, wo alles blüht und gedeiht, und die Pflanzen grundsätzlich fünf Meter höher werden als gedacht. Ich wurde natürlich, trotz Urlaubsstatus, sofort in die abendliche Routine des Blumen bewässerns eingebunden. Ist ja auch selbstverständlich. Mama drückt mir also die Gieskanne in die Hand, “hier, ein bisschen Dünger, das haben sie mal gern, aber nur die Kästen, und dann schon ne halbe Kanne pro Kasten.” (Anm.: Die Kästen sind nicht so groß…) Jetzt versteh’ ich aber auch endlich mal, warum bei mir die Pflänzchen immer so rumkränkeln: Ich bin zu streng.
Ich hatte voll den Lehramtler- bzw. (Elterndrill drin. Jetzt, wo ich kein Lehrämtler mehr bin, und noch lang kein Elternteil, sollte ich mir das wirklich abgewöhnen.) Die Blumen, na, die kriegen eben heute mal Wasser und dann, wenn sie lieb sind, auch über-übermorgen nochmal. Falsch! Ein Kind, das kann auch mal zum Nachsitzen oder aufs Zimmer beordnet werden, aber die Blume, die macht ja grad was sie will. Kein Wasser? Dann verwelk ich eben. Pöh!
Nene, die Zimmerpflanzen, auch wenn da steht: “schattiger Platz, wenig Wasser”, wollen gezupft werden, mal getätschelt, jeden Tag ein bisschen Wasser, oder auch viel (”Darf nicht austrocknen”), hauptsache Aufmerksamkeit! Verwöhnen muss man die! Spoil that plant! Vielleicht sollte ichs mal mit Taschengeld und Edel-Dünger probiern.