Morgens
Es ist echt die Hölle. Christian scheint kaum Probleme zu haben, mir dagegen gehts richtig beschissen. Sobald ich aufstehe, wird mir schwindelig, ich hab Kopfschmerzen, und mir ist dauernd kalt. Lustigerweise wird mir, wenn ich an Essen denke, ziemlich übel. Ich hab jetzt mal zur Ablenkung auch diesen Stern Artikel gelesen. Glücklicherweise steht da, dass man nach der Methode, die wir scheinbar gerade anwenden, morgens und abends ein Glas frischen Saft trinken darf/soll. Das schöne am Fasten: man empfindet selbst ein Glas Saft als Hochgenuss!
Ich lese weiter:

Oft muss sich der Blutkreislauf erst an das Fasten gewöhnen, Michael V. wurde es [...] zunächst furchtbar schwindelig. Andere frieren [...] oder fühlen sich schlapp und müde. “Ein gesunder Mensch verkraftet das aber problemlos,” sagt …

Okay, was heißt das jetzt? Ich bin kein gesunder Mensch, weil ich so krasse Reaktionen habe? Oder heißt das, dass ich diese Reaktionen ansich gut verkraften werde? Wir werden sehen.
Es heißt außerdem, dass am dritten Tag die Glückshormone sprudeln. Ich bin echt mal gespannt. Vor allem, da die Tage nach Tag 3 bei mir die Zeit des Monats ansteht, wo ich grundsätzlich Lust auf viel Schokolade hab. Ohje, wie überstehe ich das nur?!
Ich begreife nicht, wie alle diese glücklichen Leute neben dem Fasten noch allerlei Arbeit bewältigen – Umzug, zur Arbeit gehen, Sport – da brauch man doch Energie für, woher soll die denn kommen? Etwa komplett aus meinen Fettreserven? Aber ich will ja zuversichtlich sein. Dann sag ich nur, Achtung, Fett, o’zapft is!

Abends
Okay, jetzt hat sich das Phänomen umgekehrt. Mir gehts seit mittags prima, Chrisch dagegen fühlt sich schlecht. Man, bin ich beruhigt! Hab einen Saft getrunken und bin erstaunt wie sehr das füllt. Wirklich! Obwohl mein lieber Bruder uns erstmal für unser hohes Vorhaben ausgelacht hat, bin ich doch stolz auf uns. Bin ja mal auf morgen gespannt.