Morgens
Es ist echt die Hölle. Christian scheint kaum Probleme zu haben, mir dagegen gehts richtig beschissen. Sobald ich aufstehe, wird mir schwindelig, ich hab Kopfschmerzen, und mir ist dauernd kalt. Lustigerweise wird mir, wenn ich an Essen denke, ziemlich übel. Ich hab jetzt mal zur Ablenkung auch diesen Stern Artikel gelesen. Glücklicherweise steht da, dass man nach der Methode, die wir scheinbar gerade anwenden, morgens und abends ein Glas frischen Saft trinken darf/soll. Das schöne am Fasten: man empfindet selbst ein Glas Saft als Hochgenuss! (more…)
Das mit dem “Entschlacken” hat ja nicht wirklich funktioniert. (Was soll das überhaupt für ne Schlacke in meinem Körper sein, igitt.) Jetzt also nochmal von vorne. Und diesmal, da ja soo viele Leute alle plötzlich gelesen haben, inkl. mir, wie gut fasten sein soll, versuchen wir das mal. Man soll ja die regelrechte Erleuchtung dabei erleben. Heute knurrt also mein Magen wie verrückt und wird nur mit Tee und Gemüsebrühe besänftigt. Heute waren wir außerdem im Zoo. Ob das so eine gute Idee war? Wir saßen tatsächlich beide vor den Zebras und.. fantasierten über Salami und gebratene Schenkel und sowas.
Das ganze hat zumindest einen Vorteil: ich esse sonst eigentlich immer, wenn ich Lust habe, und das ist etwas zu häufig. Wir haben auch immer leckre Sachen da. (Das trockene Baguette von gestern sieht verdammt appetitlich aus!) Es fühlt sich irgendwie gut an, mal wieder so richtig hungrig zu sein. Auf eine masochistisch-perverse Art. Also wir wollen eine Woche durchhalten, mal sehen wie das klappt! (Und ob ich morgen im Büro umkippe.)
Eine Sprache lernen ist wie einen anderen Menschen kennenlernen. Hier mal eine Annäherung:
Erster Blickkontakt
Du hast die Sprache schon öfter von weitem gesehen, und dachtest, sie sei eigentlich ganz hübsch. Ein freundliches Lächeln, vielleicht war sie schick gekleidet, jedenfalls ist sie dir sympathisch. Eure Augen treffen sich. Einige Zeit später traust du dich, sie anzusprechen. Anfangs klappt das nur mit “Hallo, ich heiße…” aber kurze Zeit später kannst du mindestens schon “Danke”, “Prost”, “Ja” und “Nein” sagen, und vielleicht ein bisschen fluchen.
Das erste Date (more…)
Urlaub! Schweden! Nun, ich bin also wieder im Garten Eden Mama, wo alles blüht und gedeiht, und die Pflanzen grundsätzlich fünf Meter höher werden als gedacht. Ich wurde natürlich, trotz Urlaubsstatus, sofort in die abendliche Routine des Blumen bewässerns eingebunden. Ist ja auch selbstverständlich. Mama drückt mir also die Gieskanne in die Hand, “hier, ein bisschen Dünger, das haben sie mal gern, aber nur die Kästen, und dann schon ne halbe Kanne pro Kasten.” (Anm.: Die Kästen sind nicht so groß…) Jetzt versteh’ ich aber auch endlich mal, warum bei mir die Pflänzchen immer so rumkränkeln: Ich bin zu streng.
Ich hatte voll den Lehramtler- bzw. (Elterndrill drin. Jetzt, wo ich kein Lehrämtler mehr bin, und noch lang kein Elternteil, sollte ich mir das wirklich abgewöhnen.) Die Blumen, na, die kriegen eben heute mal Wasser und dann, wenn sie lieb sind, auch über-übermorgen nochmal. Falsch! Ein Kind, das kann auch mal zum Nachsitzen oder aufs Zimmer beordnet werden, aber die Blume, die macht ja grad was sie will. Kein Wasser? Dann verwelk ich eben. Pöh!
Nene, die Zimmerpflanzen, auch wenn da steht: “schattiger Platz, wenig Wasser”, wollen gezupft werden, mal getätschelt, jeden Tag ein bisschen Wasser, oder auch viel (”Darf nicht austrocknen”), hauptsache Aufmerksamkeit! Verwöhnen muss man die! Spoil that plant! Vielleicht sollte ichs mal mit Taschengeld und Edel-Dünger probiern.